Hammer nich‘, krieg‘ ma auch so schnell nich‘ rein!

FullSizeRender(209)Eintrag Nummer 12893 meiner Liste von Sachen die man in den USA an jeder Straßenecke bekommt, in Deutschland halt weniger: Produkte für die Bartpflege. Nein, ich meine nicht die Schachtel aus Opa’s Hinterlassenschaft oder das übel riechende Bartwachs welches man im Waffengeschäft neben dem Ballistol und der „echt bayerischen“ Tracht erwerben kann. Und das ganze „Urban Beardsman“ Getue geht mir auch etwas auf den Senkel.

Alles was ich will ist ein kleines Sortiment an Ölen, Wachsen, und Werkzeugen zur Bartpflege. Sollte auch halbwegs gut riechen (wie dieses „Mind your Beeswax“ Coffee infused Bacon Wax/Balm). Leider ist das hier Frankfurt, die Hipster sind immer noch im „Stubbel und Männerdutt“ Stadium und nach Berlin oder München zu fahren um 5€ beim Barber zu lassen wäre Blödsinn.

Hmm, vielleicht ist das ein Duplikat von #11923, Barber Shops.

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Writer’s Block? Nee, Frühling!

Rainy Trail

Regen im Taunus

Heute ist Sommeranfang. Das bedeutet Sonne (auch wenn von der gerade nix zu sehen ist) und Ausflüge. Für mich bedeutet das auch, daß das Blog mal wieder ein bisschen mehr Liebe bekommt. Der Frühling war toll, ich bin bin in den Alpen auf Berge geklettert, an der Nordsee mitsamt dem Zelt weggeschwemmt worden, in Kroatien an der Küste entlang gewandert, und habe in mehr Bahnhöfen geschlafen als ich zugeben will.

Aber jetzt ist Sommer, und das bedeutet kürzere Ausflüge und mehr Schreiben. Fränkische Schweiz mit High Tech und Light Hiking, Amsterdam für Globetrotter, ein Buchkapitel über die perfekte Reiserbilder-Verwaltung für ein Lonely Planet companion book, und eine ganze Menge Events, als Sprecher oder Besucher.

Daß ich in diesem Metier verdammt neu bin merkt man mir an. Ich plane schrecklich komplizierte Sachen die sich dann, am Ende, immer als sehr viel einfacher herausstellen als sie vom Schreibtisch aus ausgesehen haben. Ich vergesse meine Brieftasche im Auto eines Freundes in Zagreb und lerne so die Wunder des Nachtbusses kennen — um 2 Uhr morgens hatte ich sie wieder, von besagtem Freund in Zagreb in den Bus geladen und nach Dubrovnik (650 km südlich) geschickt. Post wie sie sein sollte.

Sunset in Cavtat

Sonnenuntergan in Cavtat

Das Verdammtneusein hat seine Vorteile. Ich kann mir Versager erlauben, drüber erzählen, und ein wissendes Lächeln bekommen weil, auch wenn’s Einige nicht zugeben wollen, so ein Blödsinn mehr oder weniger Jedem passiert. Braucht man beim Campieren in der Fränkischen Schweiz eigentlich einen Wasserfilter? Antwort: Ja.

Auch wenn das Wasser klar ist und gut schmeckt, es gibt einfach keine Garantie daß, ein halber Kilometer stromauf, der Habicht nicht ein halbes Karnickel in den Bach geworfen hat. Welches dann, weil das so die Natur des Karnickels ist, faul vor sich hinwest. Ein Donnerbalken, sechs Leute, kein Spaß.

In diesem Sinne, mehr Schreiben, Sommer ist hier! (Auch wenn ich eigentlich ein Herbstmensch bin)

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Sei mein Brieffreund…

Ich bin Handwerker. Oder Denker. Kommt drauf an welchen Gesprächspartner ich beeindrucken will. Was ich auf keinen Fall bin, ist ein Marketer. Ich bin grottenschlecht wenn es darum geht mein eigenes Horn zu tuten, noch schlechter wenn ich wirklich denke, daß ich etwas Gutes an der Hand habe.

Als ich vor zwei Jahren mit lights, camera, hike angefangen hatte, auf Englisch natürlich, richtete ich eine kleine Mailingliste ein. Die wurde, weil Andere anscheinend bessere Marketer sind, dann zu einer Großen. Heute sind so um die 2,400 nette Individuen subscribed, die Meißten weil’s halt ab und zu mal was umsonst gibt. Wußte ich auch nicht, aber anscheinend ist „kostenlos“ ein echter Schlager.

Seitdem hat jml.is eine kleine Kertwende in Richtung deutschem Inhalts gemacht, und damit braucht’s auch eine deutsche Liste. Weil, naja, ich will ehrlich gesagt keine Sachen in die USA schicken wenn ich sie hier auch loswerden kann.

Das Ding mit den Sachen
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Der „Haul“ dieser Woche. Ein LEAP Motion und ein Microsoft Band. Kaffee-Fleck not included.

Anspruch gibt’s KEINEN (null, nada, nijet, nitschewo) und der Rechts- und Linksweg ist ausgeschlossen. Manchmal senden mir Firmen „Testexemplare“ was mehr oder weniger die billigste Werbung aller Zeiten ist. Ein 200€ Schnüffelstück (in Fachkreisen so genannt) welches von vierzig Bloggern irgendwo gutwillig getestet wird (man will ja auch in der Zukunft ein kostenloses Exemplar des SchnüStü 2.0 bekommen) ist preisgünstiger als ein Tag Werbung auf Google. Und zehnfach erfolgreicher. Ich schreibe grundsätzlich keine Bewertungen für Dinge die mir persönlich zu Gute kommen. Also teste ich sie, und wenn sie dann noch OK sind (mir ist mal ein 450€ Rucksack nach 30 Minuten testen abgeschmiert) schicke ich sie an die Liste und verlose sie zwischen den Abonnenten von denen ich Adressen habe.


Genug gelabert, ich will!

Das Ganze wird von MailChimp gepowered. Die Welt der „Newsletters“ ist eine recht versaute, kommerzweise. MailChimp hat sich etwas weniger an der Ganzen „make money fast“ Welle beteiligt und damit mein Geld verdient. Da sich die Macher auch strikt an solche Sachen wie double-opt-in halten und Spam complaints sehr ernst nehmen, macht es Sinn ein paar Euro in diese Richtung zu werfen und dafür nicht von Yahoo!, Gmail, und GMX geblockt zu werden.

Genug! Button da oben klicken. Anmelden. Yay!

2015-05-29 09_38_14-I feel naked.

#ifeelnaked — gegen die NSA Spionage

[ This post in English ]

Ich bin eigentlich kein Freund der konstanten „aber die NSA“ Narrative in Deutschland. Mit diesem einfachen Satzfragment, welches das „das muß man doch mal sagen dürfen“ auf der liberalen Seite des Spektrums wurde und neben dem Generalhaß auf Amerika auch das Putinverstehen und Technologiehassen rechtfertigt, kann ich nichts anfangen.

Das heißt aber nicht, daß ich die Spionage der NSA in Amerika und anderswo gutheiße. Ganz im Gegenteil, ich würde meine Daten gerne für mich behalten. Und deshalb gibt es seit heute eine kleine JavaScript Trickerei auf jml.is, welche Besucher auf eine spezielle Webseite umleitet wenn sie vom IP-Block des US Kongresses kommen.

Das Fragment (welches man auch auf der oben verlinkten Seite findet) sieht so aus:

<script type="text/javascript" src="https://www.blackoutcongress.org/detect.js"></script>

Und weil #ifeelnaked sonst ja keinen Spaß macht gibt’s da auch Bilder von Leuten die sich nicht nur nackt fühlen. Mich auch.

#ifeelnaked – http://jml.is/b/2UU – this one was consensual, the NSA spying on me is not.

A photo posted by Jonas M Luster (@jml2061) on

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Warum wir keinen deutschen „Appalachian Trail“ haben

Morgens um 9 in Deutschland, ein Hiking und Trekking Outfitter in der Stadt, ich stehe vor einem noch etwas müden Publikum. Das Thema ist „Lighten your load“, eine Intro in die Welt des Ultralight Backpacking, und was man so wirklich mitnehmen muß und was zuhause bleiben kann.

Dabei stellt sich die Frage: „Warum gibt es in Deutschland eigentlich keinen ‚Appalachian Trail?'“

Gute Frage! Wahrscheinlich hat Jeder da so seine eigenen Ideen, meine sind leider recht negativ. Read More