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Warum wir keinen deutschen “Appalachian Trail” haben

Morgens um 9 in Deutschland, ein Hiking und Trekking Outfitter in der Stadt, ich stehe vor einem noch etwas müden Publikum. Das Thema ist “Lighten your load”, eine Intro in die Welt des Ultralight Backpacking, und was man so wirklich mitnehmen muß und was zuhause bleiben kann.

Dabei stellt sich die Frage: “Warum gibt es in Deutschland eigentlich keinen ‘Appalachian Trail?'”

Gute Frage! Wahrscheinlich hat Jeder da so seine eigenen Ideen, meine sind leider recht negativ. Read More

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Das Anker 14W Solar Panel – hat sich’s bewährt?

Die Sonne ist immer noch recht hoch am Horizont, also nicht ganz die versprochenen sieben Tage testen, aber immerhin hat sich bis jetzt schon eine klare Aussage herauskristallisiert – hat sich das Anker 14W Solar Panel bewährt?

Auf der Werbebroschüre verspricht das Anker “unendlicher Strom” für Handy, GPS, und Kamera. “Unendlich” natürlich nur, sagt das Kleingedruckte, wenn auch Sonne da ist. Auf meinem Trip hatten wir, milde gesagt, durchwachsenes Wetter. Vielleicht sollte man ein Solarpanel nicht auf einem Trip nach Sylt und an die Nordsee im Mai testen. Read More

Der Sonne entgegen – Anker 14W Solarpanels

20150515_102747_R Auch wenn sie in manchen Puristenkreisen verpönt sind, auf der heute beginnenden Tour wird mich ein Anker 14W Solarpanel begleiten. Die Unstände sind gut, es ist ein bißchen Regen gemeldet, ein paar bewölkte Tage, und ein oder zwei sehr sonnige. Damit bekommt der Anker seinen Workout und läd mir brav einen externen Anker 16000 Akku (hoffentlich).

Lohnt es sich, sich dem Spott der Nacktwanderer auszusetzen? Sind die extra Watt das extra Gewicht (Panels + Akku wiegen über 550g) wert? Und kann ich mit diesem Pack wirklich das energiehungrige Samsumg S6 Edge am Leben erhalten?

Nachdem es diesmal auch ein paar Microsoft Hyperlapses geben soll, ist das fraglich. Aber versuchen kann man es ja mal. Wenn sich der Akku plus Solar bewährt wird der Anker wohl für den nächsten Hike seine 550g verdient haben.

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Wandern mit dem LiveScribe 3 Pen

LiveScribe war eine dieser Technologien, um die ich Apple Benutzer (die ich ja sonst eher bemitleide) schon sehr beneidet hatte. Ein Kugelschreiber, der das Geschriebene, so es denn auf einem Spezialpapier mit kleinen Punkten zur Orientierung verfasst wurde, auch gleich an das Handy überträgt? Ja, bitte.

Seit gestern ist die Pen-Software jetzt endlich auch für Android erhältlich. Über die letzten Wochen habe ich das Ganze in einer Vorabversion während einer kleinen Berg- und Wochenwanderung in Bayern jedoch schon mal für den Einsatz auf Wandertouren getestet.

Obligatory Disclosure: Ich habe den Stift selbst bezahlt und nicht als Review-Material von LiveScribe zur Verfügung gestellt bekommen. Da die Software in Deutschland jedoch noch nicht erhältlich war, habe ich eine Vorabversion dieser direkt vom Hersteller erhalten. Read More

Deutschland dem der sein Wörtern

Das Konrad Duden dreht sich in der Grab 'rum.

Das Konrad Duden dreht sich in der Grab ‘rum.

Mein Editor ist sauer. Weil ich mich weigere “der Blog” zu schreiben und “die URL”. Ist schon schlimm im Deutschen wo alles ein Geschlecht haben muß, “the blog” oder “the URL” geht so viel einfacher von der Hand.

Der Duden (oder ist es “das Duden”) gibt mir Recht im Unrecht, Beides kann verwendet werden. Was nett ist, wenn man das Denken abstellt und den Alten Männern die den Duden und diverse Style Guides herausgeben folgt.

Blog – von Web Log, von Web Logbook. Das Netz. Das Logbuch. Ergo: das Blog.

URL – von Uniform Resource Locator. Einheitliche. Die Quelle, Das Mittel, Die Resource, aber das ist unerheblich. Was wichtig ist ist Locator – Finder, Anzeiger, Zeiger. Der Zeiger, der Finder, der Anzeiger. Also ist es der Einheitliche Quellen Anzeiger.

Und, Geschlechtergleichheit und Feminismus in allen Ehren, “die Blog” hört sich super Fränkisch (“Ich geh jetzt mal auf die Bosch zum Arbeiten”) aber total nicht brauchbar an.

dudenUnd damit fängts ja erst an. Ich editiere (oder “ediere”) meine “Documents”. Ich geh’ zum “shooting” und habe ein “ad hoc meetup” mit meinem “executive producer” zum “brunch”. Beim McDonalds, gegenüber dem Kaffee in dem wir eine “brainstorming session” für die nächste “feature issue” haben, gibt’s “six piece chicken” mit “tangy sauce”.

Fern liegt es mir die Franzosen zu emulieren und Sprachreinheit zum nationalistischen Kriegsschrei zum machen, aber wenn dann schon richtig. Meine Söhne lernen Englisch als Erstsprache. Weil amerikanische Staatsbürger, weil Sprache zuhause Englisch und weil Internet. Und wenn man Deutsch und Englisch (oder Spanisch, oder Latein, oder Griechisch, oder eine Mishpokhe aus Sprachfamilien (“Polyamor” ist so ein Wort, entweder wäre es multiamor, also Latein, oder polyfilie, also Griechisch)) vermischt, was die Kommunikation ja vereinfacht, dann schon richtig. Da kann mir der Duden oder mein Editor (oder Redakteur, ich spreche ihn aber gerne als “das Editor” an, da wird er immer richtig sauer) schön gepflegt der Buckel runterrutschen.